Jahrmarkt lässt Kinderaugen leuchten: Elefantenspielplatzfest führt Alt und Jung zusammen
An zahlreichen Spielstationen freudig leuchtende Kinderaugen und gemütlich plaudernde Senioren bei Kaffee und Kuchen machten am Freitag, 15. Juli, das diesjährige Elefantenspielplatzfest in der Wangener Inselsiedlung wieder zu einem generationenübergreifenden Erlebnis. Auch das Wetter hatte seinen Teil daran, dass es auf dem Spielplatz hoch her ging.
Stuttgart, 18. Juli 2011
Es ist nicht verwunderlich, dass das Elefantenspielplatzfest Jahr für Jahr Scharen von Kindern anzieht. Denn in den umliegenden Wohnungen der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) wohnen viele Kinder. „Wir haben dort eine Wohnstruktur mit vielen älteren Mietern, aber auch mit vielen Familien mit Kindern. Die Nachfrage nach den Wohnungen ist groß, da es in Wangen eine gute Infrastruktur mit Kindergärten, Schulen und Geschäften gibt. Außerdem sorgt die U-Bahn für eine gute Anbindung ins Zentrum“, sagt Bettina Schwarz, die Leiterin des Kundencenters Obertürkheim, die mit ihren Kollegen am Informationsstand der SWSG auf dem Elefantenspielplatzfest präsent ist. Dort bekommen die Kleinen auch die heiß begehrten Luftballons, die als bunte Farbtupfer überall auf dem Spielplatz aufblitzen.
Rund 60 Prozent der Bewohner der Inselsiedlung sind Schwarz zufolge Einwanderer, deren soziale Integration auch durch gemeinsame Aktionen wie dem Elefantenspielplatzfest gefördert wird. Dort kommen nicht nur die Kleinen auf ihre Kosten. Schwarz: „Das Fest ist ein Mehrgenerationenprojekt, bei dem Senioren einige der Stationen in der Spielstraße betreuen und den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen verbringen.“ So betreut beispielsweise der 82-jährige Gerhard Denneler eine Spielstation auf dem Elefantenspielplatzfest. Vergnügt leuchten seine Augen, denn das Spielzeug, das er mit anderen Senioren in der Werkstatt der Begegnungsstätte Wangen aus Holz gebastelt hat, kommt bei den Kleinen bestens an: Zwei Schiffe müssen in parallel aufgestellten Fahrrinnen im Wettkampf etwa zwei Meter weit mit Kurbel und Seilzug eine schiefe Ebene hochgekurbelt werden. „Ich bin jetzt zum fünften Mal dabei, und es macht mir Spaß - vor allem freue ich mich über die strahlenden Kinderaugen“, sagt der Senior.
Katja Saschin vom Aktivspielplatz Krempoli ist seit zwölf Jahren an dem Fest beteiligt. Es sei vor 13 Jahren von den in der damaligen Stadtteilrunde Wangen beteiligten Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit ins Leben gerufen worden, um den Spielplatz attraktiver zu gestalten. Seither zieht es jährlich zwischen 80 und 150 Kinder zum Fest auf den Spielplatz. „Heute beteiligen sich die Arbeitsgemeinschaft Dritte Welt, die Jugendarbeit der Evangelischen Jugend Stuttgart, die Begegnungsstätte Wangen, die Wangener Abteilung der Stuttgarter Jugendfeuerwehr, das Jugendamt, das Elternseminar und der Aktivspielplatz Krempoli mit Spielstationen“, erklärt Saschin. Seine beabsichtigte integrierende Wirkung scheint das Fest bereits erfüllt zu haben. „Das Zusammenleben unter den verschiedenen Nationalitäten klappt gut“, sagt Ute Schopf-Thevessen von der „Hilfe zur Erziehung Wangen“. Sie ist auch von der Gestaltung der umliegenden Grünflächen im Auftrag der SWSG angetan: „Viele Familien kommen hier zusammen. Der Kinderspielplatz ist ebenfalls zum Treff der Anwohner aus 20 Nationen geworden.“
Über all die positiven Auswirkungen freut sich auch die Stadtverwaltung. „Das einstige Kinderfest hat sich zu einem Stadtteilfest gemausert, das Generationen verbindet. Das finden wir ganz toll, denn gerade der generationenübergreifende Gedanke ist uns besonders wichtig“, konstatiert Bezirksvorsteherin Beate Dietrich. Sympathisch am Fest sei außerdem sein nichtkommerzieller Charakter. „Es ist schön, dass Kinder hier spielen können, ohne etwas bezahlen zu müsse“, betont Dietrich. Auch der SWSG zollt die Kommunalpolitikerin für ihr städtebauliches Engagement Lob: „Ich glaube, dass die Sanierung die Inselsiedlung besonders aufwertet. Das Echo der Bewohner ist positiv, selbst in den noch nicht renovierten Häusern finden die Menschen das Zusammenleben gut.“
Zusätzliche Informationen erhalten Sie bei:
Stuttgarter Wohnungs- und
Städtebaugesellschaft mbH
Stephanie Wachtarz
Augsburger Straße 696
70329 Stuttgart
Tel.: 0711 9320-430
Fax: 0711 9320-120