Viel Lob für soziales Miteinander: Fest der Begegnungen wieder ein voller Erfolg
Zündende Rhythmen der Gruppe Süßstoff, zauberhafte Darbietungen des Magiers Jojo, der Rapper Jifusi, und ein Graffiti-Workshop der Mobilen Jugendarbeit waren die Glanzlichter beim dritten Fest der Begegnungen am vergangenen Sonntag. Dieses ist abermals durch das bewährte Zusammenspiel des Arbeitskreises Birkach-Nord mit der SWSG zustande gekommen.
Stuttgart, 4. Juli 2011
Großes Interesse zeigten die vielen Besucher – darunter zahlreiche Gemeinde- und Bezirksbeiräte sowie die stellvertretende Bezirksvorsteherin Regine Theimer – am Fest der Begegnungen. Gut besucht war auch der Stand der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG), denn dort gab es Informationen über die umliegenden Projekte. Bestes Beispiel ist das Neubauvorhaben „Am Schönbergblick“: Dort entstehen 83 Miet- und Eigentumswohnungen. „Für uns ist es besonders wichtig, für unsere Kunden als Ansprechpartner direkt vor Ort präsent zu sein. Aber selbstverständlich nutzen wir auch gerne die Gelegenheit, um Interessierten mehr über unsere Neubauprojekte zu erzählen“, sagte Bettina Schwarz, Leiterin des Kundencenters Obertürkheim. Besonders wichtig sei deshalb der soziale Aspekt des geselligen Zusammenseins: „Wir wollen die guten nachbarschaftlichen Beziehungen weiter festigen.“
„Mit den 83 neuen Miet- und Eigentumswohnungen entsteht eine hochattraktive Kleinsiedlung in der Nachbarschaft“, sagte Helmuth Caesar, Technischer Geschäftsführer der SWSG, in seiner Fest-Ansprache. Er freue sich über die Atmosphäre, die die SWSG und der Arbeitskreis mit engagierten ehrenamtlichen Helfern in der Erisdorfer Straße aufgebaut haben. Dank der Zusammenarbeit in einem Viertel, in dem die Interessen von Menschen unterschiedlicher Einkommen, junger Familien und älterer Senioren, Alteingesessener und Bürgern aus Einwandererfamilien aufeinander treffen, sei ein ausgeprägtes Gemeinschaftsgefühl entstanden - nicht zuletzt auch bei den Kindern und Jugendlichen, die man in den rund 200 SWSG-Wohnungen der Erisdorfer Straße weit häufiger findet, als in vielen anderen Stuttgarter Wohnquartieren. „Nach meinen Erfahrungen mit anderen Städten wie Frankfurt oder Berlin fällt mir auf, wie ausgeprägt der Bürgersinn in Stuttgart ist. Dies gilt in starkem Maße für das Birkacher Viertel, und ich muss hier besonders die Arbeit von Peter Hitzelberger vom Arbeitskreis und SWSG-Mieterbeirat Mehmet Bozdemir hervorheben, die Schwerpunkte in der Kinder- und Jugendhilfe gesetzt haben“, betonte Caesar. Die Unterstützung junger Leute durch die SWSG sei natürlich im Sinne der Stadt, die durchmischte Wohngebiete und Kinderfreundlichkeit fordere.
„Der Arbeitskreis, bestehend aus hauptamtlichen Sozialarbeitern verschiedener Einrichtungen wie Jugendhilfe-Aktiv und Mobile Jugendarbeit, ist seit 2001 in der Erisdorfer Straße tätig, damit sich Kinder und in Krisen geratene Erwachsene austauschen können und um Hilfen wirksam zu gestalten“, erzählt Peter Hitzelberger. Von Anfang an hätten sich „in bemerkenswerter Weise“ Ehrenamtliche aus den Kirchengemeinden dazu gesellt. Auch die Fürsorgeunterkünfte seien sofort im Blick des Arbeitskreises gewesen. Jüngst hätten dort in einem Haus Mitglieder des Arbeitskreises und Bewohner gemeinsam Wände und Decke im Treppenhaus gestrichen. Die Mittel dafür habe die SWSG zur Verfügung gestellt. Hitzelberger: „Mit ihr konnten wir in gegenseitigem Vertrauen immer Zug um Zug etwas erreichen.“
Außerdem hat der Arbeitskreis Kooperationspartner wie das städtische Elternseminar und die ökumenische Medienzentrale gewonnen. Eine besondere Rolle in der Erisdorfer Straße spielt die Lern- und Spielhilfe Neckartor. Die SWSG stellt ihr seit 1988 die Wohnung in der Erisdorfer Straße 88 mietfrei für Hausaufgabenhilfe zur Verfügung. Die Kooperation fällt leicht, weil Mieterbeirat Bozdemir, der selbst im Viertel aufgewachsen ist, Vorsitzender der Lern- und Spielhilfe und Mitglied im Arbeitskreis ist. Hitzelberger: „Man kann im Viertel von der perfekten Verzahnung von Bewohnern und Helfern sprechen.“ So verwundert es nicht, dass selbst das Essen und Trinken beim Fest der Begegnungen einem sozialen Zweck diente. Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Schule für Erziehungshilfe haben gekocht und Kuchen gebacken.
Auf ihr Quartier lassen die Anwohner nichts kommen. „Der Zusammenhalt ist toll, die Gegend ist ruhig und grün, man kann die Kinder spielen lassen. Das Quartier ist eine Ruheoase nach meiner stressigen Arbeit “, sagt die 39-jährige Verkäuferin Sandra Diescher, die quasi ihr ganzes Leben in SWSG-Wohnungen verbracht hat. Ähnlich sieht das auch Steffen Engelmann. „Wir sind hier alle zusammen aufgewachsen und leben gut miteinander. Wenn meine kleine Tochter im entsprechenden Alter ist, werde ich für sie auf die verschiedenen Lernangebote zurückgreifen“, sagt der 28-Jährige.
Das Fest der Begegnungen war in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg – und auch für das nächste Jahr haben die Organisatoren bereits erste Ideen. „Nachdem in diesem Jahr das Programm vor allem auf die vielen Kinder und Jugendlichen ausgerichtet war, wollen wir im kommenden Jahr wieder mehr für die Erwachsenen anbieten“, sagt Schwarz.
Zusätzliche Informationen erhalten Sie bei:
Stuttgarter Wohnungs- und
Städtebaugesellschaft mbH
Stephanie Wachtarz
Augsburger Straße 696
70329 Stuttgart
Tel.: 0711 9320-430
Fax: 0711 9320-120