SWSG hilft Helfenden: Fünf soziale Initiativen erhalten insgesamt 30.000 Euro
30.000 Euro hat die SWSG in diesem Jahr an fünf Stuttgarter Einrichtungen gespendet. Heute hat SWSG-Geschäftsführer Wilfried Wendel die letzten drei Schecks persönlich überbracht – zur besonderen Freude der Verantwortlichen der diakonischen Beratungsstelle „Kompass“, des Donum vitae Regionalverbands Stuttgart und des Hauses der Begegnung im Giebel.
Stuttgart, 11. November 2011
Über einen größeren Geldbetrag konnten sich auch in diesem Jahr wieder fünf soziale Einrichtungen freuen, die in engem Kontakt mit der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) stehen und gleichzeitig auch deren Mietern zugute kommen. 30.000 Euro gingen im Zuge dessen an den Stadtteiltreff „Oase“, die Jugendfarm Birkach, den Donum vitae Regionalverband Stuttgart, die diakonische Beratungsstelle „Kompass“ und an das Haus der Begegnung im Giebel. Die offizielle Übergabe an die drei letztgenannten Institutionen hat am heutigen Freitag stattgefunden. Wie schon in den vergangenen Jahren ist es für Wilfried Wendel, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der SWSG, selbstverständlich, den symbolischen Spendenscheck persönlich zu überreichen. „Ich gehe gerne vor Ort. Auf diese Weise bekomme ich einen hervorragenden Einblick in die dort geleistete Arbeit – das war auch heute wieder sehr beeindruckend“, sagt er.
Diakonische Beratungsstelle „Kompass“
Über 5.000 Euro konnte sich beispielsweise die diakonische Beratungsstelle „Kompass“ in der Hospitalstraße freuen. Wie der Name schon sagt, bietet die offene Beratungsstelle Orientierung in Form eines Cafés an. Das Konzept beruht auf einer Mischung zwischen Beratung und Kommunikation. „Unser Café ist ein Synonym für ,Unkompliziertheit’“, stellt Leiterin Judith Giesel fest: „Bei uns läuft alles völlig frei und ohne komplizierte Anmeldeverfahren ab.“ Viele Besucher des Cafés kämen auch einfach auf einen Cappuccino vorbei, weil sie das Ambiente schätzen. Auch die vielen Angebote – in dieser Woche werden beispielsweise Filme gegen das „Novembergrauen“ gezeigt – sorgen für ein gemischtes Publikum. „Es kommt durchaus vor, dass hier ein Vorstand neben einem Sozialhilfeempfänger sitzt“, bemerkt Giesel. Einziges Manko des „Kompass“: die Räumlichkeiten. So war eine persönliche Beratung bei vertraulichen Themen aus Mangel an einem abgetrennten Raum nur schwer möglich. Dank der Spende der SWSG konnte nun eine Wand eingezogen und ein entsprechend ausgestattetes Zimmer gebaut werden. „Das hilft uns enorm“, sagt Giesel. Beeindruckt vom umfangreichen Angebot zeigte sich auch Wendel, der zugleich versprach, demnächst auch einmal privat auf einen Kaffee vorbeizukommen.
Donum vitae Regionalverband Stuttgart e.V.
Weitere 4.000 Euro gingen an den Donum vitae Regionalverband Stuttgart. Die Schwangerschafts- und Sexualberatung gibt es mittlerweile seit zehn Jahren. Rund 7.200 Beratungen haben seither stattgefunden. „Etwa 60 Prozent kommen mit der Ungewissheit, ob sie ihr Kind behalten wollen. Die anderen 40 Prozent haben sich bereits für das Kind entschieden, suchen nun aber Hilfe, weil sie familiäre, finanzielle oder andere Probleme haben“, berichtet Familientherapeutin Gabriele Gehrke. Doch auch wenn das Kind auf der Welt ist, werden die Mütter nicht alleine gelassen. „Viele brauchen gerade dann Hilfe. Deswegen bieten wir unsere Hilfe bis zum dritten Lebensjahr des Kindes an“, erklärt Gehrke. Dazu zählt oftmals auch die Kommunikation mit den verschiedenen Ämtern. Aber auch zwischen der SWSG und Donum vitae gibt es immer wieder Berührungspunkte, beispielsweise dann, wenn ein Notfall vorliegt und schnell eine Wohnung gefunden werden muss. „Über die kurzen Wege zum Amt für Liegenschaften und Wohnen und der SWSG sowie für die schnell Hilfe sind wir sehr dankbar“, betont Gehrke.
Um ungewollten Schwangerschaften vorzubeugen, setzt das Donum vitae auch auf Prävention. Dazu geht das Team direkt an die Schulen. Besonders gut kommt das Theaterprojekt an, das gemeinsam mit Theaterpädagogen entwickelt worden ist. Im Zuge dessen setzen sich Schüler mit den Themen „Sexualität, Schwangerschaft und Verhütung“ auseinander. In den vergangenen drei Jahren hat Donum vitae damit rund 1.800 Schüler erreicht. Mit der Spende der SWSG kann das Projekt auch in Zukunft fortgeführt werden. Denn die Spende dient dazu, Theaterpädagogen, Honorarkräfte, Materialien und Prospekte auch künftig zu finanzieren.
Haus der Begegnung Giebel e.V.
Herzlich empfangen wurde SWSG-Geschäftsführer Wendel auch im Haus der Begegnung im Giebel. Mit Applaus quittieren die Besucher des Mittagstisches die Spende in Höhe von 4.000 Euro, die den Fortbestand des guten und günstigen Mittagessens sicherstellt. „Gerade für viele ältere Menschen ist der Mittagstisch oftmals die einzige Gelegenheit, das Haus zu verlassen und unter Menschen zu kommen. Daher freut es uns sehr, dass wir diese Unterstützung der SWSG erhalten“, sagt Heidi Spreng. Auch ihre Kollegin Marion Goß, die Vorsitzende des Vereins, ist für die Spende mehr als dankbar: „Viele Förderungen sind 2010 ausgelaufen. Daher sind wir besonders auf Spenden angewiesen.“ Zumal die Umwandlung in ein offenes Haus für alle Generationen auch Investitionen – beispielsweise in den Umbau der Küche – nach sich gezogen hat.
Ob des breiten Angebots, das von Bridge-Partien bis zur Sturzprävention und dem gemeinsamen Weihnachtskartenbasteln reicht, war SWSG-Geschäftsführer Wilfried Wendel voll des Lobes: „Das gesamte Konzept ist sehr, sehr liebevoll aufgezogen. Dieses tolle Engagement ist für den Stadtteil besonders wichtig“. Hier werde ein entscheidender Beitrag für das gesamte Sozialgefüge geleistet. „Mein Kompliment“, zollte Wendel dem Wirken des kleinen Vereins Respekt.
Zusätzliche Informationen erhalten Sie bei:
Stuttgarter Wohnungs- und
Städtebaugesellschaft mbH
Stephanie Wachtarz
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