Gute Ideen zahlen sich für das Miteinander aus

SWSG bittet ihre Mieter um Spenden-Vorschläge, die der Gemeinschaft in den Quartieren nützen

Jan Böhme

Mit vielen großen und kleinen Spenden hat die SWSG in der Vergangenheit zahlreiche Organisationen in Stuttgart unterstützt. Diese Tradition wird das Wohnungsunternehmen der Landeshauptstadt auch weiterhin beibehalten. Neu allerdings ist, dass ein Teil des Spendenvolumens aufgrund von Vorschlägen der Mieterinnen und Mieter vergeben wird. Jan Böhme, Leiter des SWSG-Sozialmanagements, erläutert die Hintergründe.

Die SWSG spendet traditionell an viele Einrichtungen. Nun sollen die Mieter Vorschläge machen. Gehen Ihnen die Ideen aus?

Jan Böhme: Ganz und gar nicht. Es gibt viele Institutionen, die in Stuttgart tolle Arbeit leisten und aus unserer Sicht Unterstützung verdienen. Es geht aber darum, die Sache auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Manchmal setzen sich Mieter selbst für eine gute Sache ein, die zusätzliche Unterstützung benötigt, oder sie haben von einem tollen Angebot erfahren, das Menschen hilft. Ein wichtiges Kriterium ist ja der Nutzen einer geförderten Einrichtung für die Bewohner in unseren Quartieren, die ja sehr genau wissen, was an der einen oder anderen Stelle helfen könnte. Deshalb wenden wir uns an unsere Mieter und bitten um ihre Vorschläge.

Der Begriff „Nutzen" kann viele Bedeutungen haben. Welche Kriterien legen Sie bei dem Begriff an?

Böhme: Für Spenden der SWSG gilt, dass sie einen Bezug zu unseren Mietern entfalten. Diesen Grundsatz wenden wir bei unseren eigenen Spendenentscheidungen an und der Grundsatz gilt auch für die Vorschläge unserer Mieter, die wir berücksichtigen werden. Wenn eine Aktion das soziale Zusammenleben in unseren Quartieren verbessert oder die Vereinsamung von Menschen verhindert, dann ist das für die SWSG förderwürdig. Wir sprechen auch von einem Nutzen, wenn benachteiligte Menschen in den Quartieren unterstützt werden. Einen Satz neuer Trikots für einen Sportverein werden wir also eher nicht finanzieren, da der Bezug zu unseren Quartieren fehlen dürfte. Nachbarschaftshilfe durch eine gemeinnützige Organisation ist - zum Beispiel - schon eher förderwürdig.

Welche Organisationen kommen für eine Spende infrage?

Böhme: Wir brauchen für unsere Spenden Spendenbescheinigungen, die zum Beispiel eingetragene Vereine oder Träger von Kindertagesstätten ausstellen können. Außerdem sollen die Organisationen gemeinnützig sein. Wenn also ein Unternehmen hinter einer Aktion steht, gibt es keine Spenden, Unternehmen sind ja in der Regel nicht gemeinnützig. Gut wäre es, wenn sich die Organisationen bereits in Nachbarschaften oder Stadtteilen engagieren, in denen die SWSG Wohnungen hat. Dies Bürgervereine, Repair-Cafés, Jugendtreffs, Familien- und Nachbarschaftszentren, Beratungsstellen oder soziale Projekte einer örtlichen Schule sein.

Über welche Summen sprechen wir?

Böhme: Die SWSG legt sich da nicht fest. Wir wollen mit einer Zahl die Ideen nicht einschränken. Mit einer kleinen Summe kann man oft viel erreichen. Mit einer großen Summe auch. Da sind wir offen. Klar ist aber: Es geht um eine einmalige Spende und nicht um eine fortlaufende Unterstützung. Wir wollen Mittel nicht dauerhaft binden, um an möglichst vielen Stellen zu helfen.

Wer entscheidet über die Spendenvergabe?

Böhme: Die Vorschläge werden mit der jeweiligen Leiter des SWSG-Kundencenters, dem örtlichen Mieterbeirat und mir als Leiter des Sozialmanagements besprochen. Wir prüfen die Vorschläge, nehmen Kontakt zu den vorgeschlagenen Organisationen auf und geben unsere Empfehlung an die Geschäftsführung weiter. Wir veröffentlichen übrigens, wer dank eines Vorschlags der Mieter sich über Spenden freuen kann. 

So erreichen Ihre Vorschläge die SWSG

Spenden-Vorschläge können alle SWSG-Mieterinnen und -Mieter unterbreiten. Kennen Sie eine Organisation, die sich konkret mit sozialen Fragen befasst, von denen SWSG-Mieter profitieren? Gibt es in Ihrer Nähe Vereine, die kulturelle Ansätze pflegen, die Kinder und Jugendliche in den SWSG-Beständen unterstützen oder durch Freizeitangebote das Miteinander in den Quartieren stärken? Ihren Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Formulieren Sie einfach, für welchen Zweck die SWSG eine Spende geben soll, gerne auch den zuständigen Ansprechpartner der Organisation, die Sie unterstützen möchten – und wie hoch die Spende ausfallen soll. Das geht ganz formlos und auch mit Stichworten. Die Ideen schicken Sie am besten

  • per E-Mail an Spendenvorschlag@swsg.de
  • per Post an die Adresse: SWSG – Stichwort Spendenvorschlag – Augsburger Straße 696 – 70329 Stuttgart.
  • Ihre Fragen beantwortet Jan Böhme, Leider des SWSG-Sozialmanagents (0711-9320222).

 


Einen großen Kinderwagen konnte dank einer SWSG-Spende die Großtagespflege Hedelfingen anschaffen.

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