Startschuss für 329 neue Wohnungen

Feierliche Grundsteinlegung mit Dr. Albert Dürr, Geschäftsführender Gesellschafter Wolff & Müller Holding, Hubert Nopper, Geschäftsführer Aktiv-Haus, Prof. Dr. Werner Sobek, Grün-der von Aktiv-Haus, Samir M. Sidgi, Vorsitzender der Geschäftsführung der SWSG, Bürger-meister Thomas Fuhrmann, Nicole Razavi MdL, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen des Landes Baden-Württemberg, Prof. Dr. Jan Steffen Jürgensen, Vorstand im Klinikum Stuttgart und Hanna Himpel, Pflegekraft im Klinikum Stuttgart (von links). Bild: Sebastian Bullinger.

Für Mitarbeiter*innen des Klinikum Stuttgart baut die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) Wohnungen in Bad Cannstatt – in nachhaltiger, modularer Holzbauweise entsteht ein Energie-Plus-Quartier mit dringend benötigtem, bezahlbarem Wohnraum. Am Montag fand die Grundsteinlegung für dieses herausragende Projekt statt.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit nehmen beim Bauen und Wohnen einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Gleichzeitig soll Wohnraum bezahlbar bleiben und zu einem attraktiven Lebensumfeld beitragen. Am Prießnitzweg in Bad Cannstatt wurde nun der Grundstein für ein Bauprojekt gelegt, das all diese Faktoren berücksichtigt und damit ein Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft ist: Die SWSG erstellt hier für das Klinikum Stuttgart 329 Mitarbeiterwohnungen – in nachhaltiger Holzbauweise und aus seriellen Modulen. Ein Bauprojekt, das eine außerordentliche Innovationskraft birgt – darin waren sich auch die Redner*innen bei der Grundsteinlegung einig. Die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen des Landes Baden-Württemberg, Nicole Razavi MdL, sprach in ihrer Rede auf dem Baufeld am Prießnitzweg von einem innovativen und wegweisenden Wohnprojekt, dem sie viele Nachahmer wünscht. Besonders hob die Ministerin die nachhaltige Holzbauweise hervor – eine Bauweise, die besonders klimafreundlich sei und die das Land im Rahmen seiner Holzbau-Offensive fördere und unterstütze. Lobend erwähnte die Ministerin auch, dass hier Wohnraum für Klinikmitarbeiter*innen geschaffen werde: „Die SWSG schafft mit diesem Projekt bezahlbaren Wohnraum für Menschen, die für uns nicht nur in Pandemiezeiten „unabkömmlich“ sind, die ihren Beruf in den Dienst der Gesellschaft und des Gemeinwohls stellen“, so die Ministerin.

Thomas Fuhrmann, Bürgermeister Referat Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen, betonte in seiner Rede die Strahlkraft des Projekts: „Hier entsteht ein Projekt mit Charakter.“ Der Schlüssel zum Erfolg liege auch darin, dass SWSG und das Klinikum Stuttgart ein gemeinsames Ziel verfolgen. „Hier am Prießnitzweg vereint sich alles“, so Fuhrmann weiter. „Nachhaltiges und bezahlbares Wohnen in der Nähe des Arbeitsplatzes und der neu geschaffenen Kita. Eine Entwicklung, die wir als Landeshauptstadt sehr begrüßen.“

Die Wichtigkeit des nachhaltigen Bauens, insbesondere in Form von Ressourcenschonung und Reduktion von Emissionen, stellte Prof. Dr. Werner Sobek, Ingenieur, Architekt und Gründer von Aktiv-Haus, in seiner Ansprache in den Fokus: „Wir wollen für mehr Menschen emissionsfrei und mit weniger Material bauen.“ Das Quartier am Prießnitzweg wird energetisch so gestaltet sein, dass mehr Energie aus regenerativen Quellen gewonnen wird, als die Bewohner*innen verbrauchen werden. Autofrei und mit großzügigen Grün- und Gemeinschaftsflächen wird das Areal den Mitarbeiter*innen des Klinikums lebens- und zugleich preiswerten Wohnraum bieten.

Samir M. Sidgi, Vorsitzender der Geschäftsführung der SWSG, sieht das neue Energie-Plus-Quartier ebenfalls als wegweisend in die Zukunft an: „Das Projekt ist höchst anspruchsvoll, innovativ und repräsentiert sehr gute Lösungsansätze für aktuelle und zukünftige Herausforderungen.“ Zugleich betont er die Wichtigkeit städtebaulicher und architektonischer Ansprüche und die Schaffung bezahlbarer und moderner Mitarbeiterwohnungen.

Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft nahmen an der Veranstaltung teil, darunter auch Prof. Jan Steffen Jürgensen, Vorstand im Klinikum Stuttgart. Denn das Thema „Wohnen“ ist insbesondere für die rund 2.700 Pflegekräfte des Klinikum Stuttgart von großer Bedeutung: „Wir haben moderne Arbeitsplätze, tolle Teams, gute Bezahlung und attraktive Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf,“ so Jürgensen. „Das Thema Wohnen in der Landeshauptstadt ist allerdings oft kritisch. Mit den neuen Wohnungen verbessern wir die Situation nachhaltig.“

Bereits im Frühjahr des kommenden Jahres sollen die ersten 157 Wohneinheiten bezugsfertig sein – darunter eine große Anzahl an Apartments. Ende des Jahres 2023 soll die zweite Bauphase mit 172 Wohneinheiten und einer Tiefgarage abgeschlossen werden.

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