Ökologie - Umwelt heute für morgen bewahren

Die Vereinbarkeit von ökologischer Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit und dem sozialen Auftrag ist nicht nur der grundlegende Unternehmenszweck der SWSG, sondern auch eine ihrer größten Herausforderungen. Energieeffizienz und eine ressourcenschonende Bauweise sind daher wichtige Entscheidungskriterien für die Entwicklung des Gebäudebestandes. Zudem sind die Einsparung von Energie und Heizkosten sowie die Verringerung des CO2-Ausstoßes aus Verantwortung für zukünftige Generationen essentielle Aspekte der langfristig angelegten Investitionsstrategie. Nicht nur die Compliance-Richtlinie, sondern auch die Energiestrategie des Unternehmens sind wesentliche Leitplanken für den Umgang mit erneuerbaren Energien. Mit ihrer Energiestrategie verfolgt die SWSG die Vision, Vorreiter in der günstigen und zeitgemäßen Versorgung ihrer Mieter zu sein und gleichzeitig die Erreichung der Klimaziele in Stuttgart zu unterstützen. Zur Verwirklichung dieser Vision setzt die SWSG auf drei strategische Säulen:

1. Kaufmännisch bestmögliche Lösung für Mieter (Nebenkosten) und SWSG (Prozesskosten) generieren

2. Optimale Aufstellung der Anlagen (stetige Optimierung bspw. durch digitale Lösungen) erreichbar

3. Treibhausgase nachhaltig reduzieren

Letzteres Ziel bedeutet, die selbst gesteckten Klimaziele durch Neubau und Modernisierung zu verwirklichen. In den Jahren 1990 bis 2015 hat die SWSG ihre CO2-Emissionen insbesondere durch Modernisierungen bereits durch 48 Prozent reduziert. Ziel ist es, die Emissionen bis zum Jahr 2027 um weitere 34 Prozent auf jährlich 1,5 Tonnen CO2 pro Haushalt abzusenken. Damit unterstützt die SWSG den Masterplan "100% Klimaschutz" der Landeshauptstadt Stuttgart, dessen Vorgaben sie bereits im Jahr 2025 umgesetzt haben wird.

Energieeffizienz im Gebäudebestand

Rund 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland sind nach Angaben der Bundesregierung zufolge auf öffentliche und private Gebäude zurückzuführen. Da die erste Wärmeschutzverordnung 1979 eingeführt wurde, sieht die SWSG bei den Gebäuden der Jahre zuvor, vor allem Wohnungen, die vor 1959 entstanden sind, großes Einsparpotenzial. Durch fachgerechtes Sanieren und moderne Gebäudetechnik können in extremen Einzelfällen sogar bis zu 80 Prozent des Energiebedarfs eingespart werden. Großen Einfluss darauf haben dazu Wärmedämmung, der Fenstertausch und die Erneuerung der Heiztechnik. Aufgrund der baulichen Maßnahmen der vergangenen Jahre sind bereits rund 61 Prozent des SWSG-Bestandes energetisch modernisiert. Auch bei der novellierten EnEV 2016 plant das Unternehmen eine deutliche Unterschreitung der gesetzlichen Vorgaben. So realisiert die SWSG bei aktuellen Neubauvorhaben in der Regel heute KfW-Energieeffizienzhäuser 55 und unterschreitet damit bereits jetzt die Vorgaben der EnEV 2016 primär energetisch um 45 Prozent. Eine weitere wichtige strategische Aufgabe ist es, die Themen wie Mieterstrom oder die intelligente Steuerung der haustechnischen Anlagen voranzutreiben.

 

Nachhaltige und klimaschonende Energieversorgung der Bestände

Im Rahmen des ambitionierten Neubau- und Modernisierungsprogramms legt die SWSG großen Wert auf eine nachhaltige und klimaschonende Energieversorgung. Neben der Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes werden mit einer neuen Energiestrategie Konzepte geprüft, die sowohl gebäude- als auch quartiersbezogen eine Nutzung von regenerativen Energieträgern vorsehen. Dabei wird gezielt auf die Nutzung modernster, aber auch erprobter Technologien zur emissionsarmen Energieerzeugung gesetzt, die gleichzeitig Einsparpotenziale für die Mieter bieten. Insgesamt werden rund 12,43 Prozent der SWSG-Wohnungen über regenerative Energieträger versorgt. Unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung von energieeinsparenden Maßnahmen setzt die SWSG auf den Einsatz erneuerbarer Energieträger. Sie fördert den Einbau von Holzpelletheizungen, Blockheizkraftwerken, Wärmepumpen oder Solaranlagen und achtet von Anfang an auf eine energetisch sinnvolle Dämmung.

Interessierte Mieter können sich inzwischen auch umfangreich zum Thema E-Mobilität bzw. Ladestationen bei der SWSG beraten lassen und sich dort über die Kosten und Leistungen informieren. Bei Neubauvorhaben rüstet die SWSG ihre Tiefgaragen so vor, dass mind. 20 Prozent der Stellplätze mit Wallboxen versorgt werden können, sofern die Leistung des Stromnetzes dafür ausreichend ist. Die Wallboxen werden von der SWSG gekauft und den Mietern zur Verfügung gestellt. Sie werden über den Wohnungszähler angeschlossen, so dass der Mieter den Strom für sein Fahrzeug über den eigenen Stromvertrag beziehen kann.

Die SWSG verfolgt das Prinzip der Revitalisierung bestehender Quartiere, um dem städtischen Ziel der Innenentwicklung gerecht zu werden. Durch Abriss und Neubau bereits bestehender bebauter Flächen, die Schließung von Baulücken oder auch die Nutzung von Konversionsflächen trägt die SWSG dazu bei, dass städtische Flächen effizienter und energetisch optimierter genutzt werden können. Zur Verbesserung des Stadtklimas achtet die SWSG bei sämtlichen Maßnahmen auf den Erhalt von Grünflächen und Frischluftschneisen.

Ökologisch weitsichtig ist auch das Stromkonzept für den Gemeinschaftsbereich in den SWSG-Beständen. So bezieht die SWSG diesen Strom zu 100 Prozent aus regenerativen Energien. Durch einen besonders preiswerten Einkauf erhalten SWSG-Mieter saubere Energie zu günstigen Preisen.

 

Die SWSG erfüllt Klimaschutzziele

Welche positiven Effekte die SWSG mit ihren Neubau- und Modernisierungsbemühungen bereits erzielt hat, zeigt der Blick auf den CO2-Fußabdruck: Bereits im Jahr 2015 hat das Wohnungsunternehmen seine CO2-Emissionen gegenüber 1990 - dem für das Kyoto-Protokoll verwendeten Basisjahr - von jährlich 4,6 auf 2,4 Tonnen CO2-Emissionen nahezu halbiert (48 Prozent) und das Ziel der Bundesregierung bereits jetzt mehr als erfüllt.

Der Blick in die Zukunft offenbart dabei weiteres Einsparpotenzial. Denn die SWSG plant, bis 2027 rund 900 Millionen Euro in Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen zu investieren. Werden die Pläne Wirklichkeit, ist eine Reduzierung der Emissionen um weitere 34 Prozent auf jährlich 1,5 Tonnen pro Haushalt zu erwarten. Insgesamt wird die SWSG dann jährlich rund 10.900 Tonnen CO2 einsparen.

Mit dieser Strategie unterstützt die SWSG auch die Ziele, die die Landeshauptstadt Stuttgart in ihrem "Masterplan 100% Klimaschutz" ausgegeben hat: Von 2015 bis 2050 sollen die privaten Haushalte in Stuttgart 200.000 Tonnen CO2 einsparen. Heruntergerechnet auf den Anteil der SWSG am gesamten Stuttgarter Wohnungsbestand müssten 9.900 Tonnen CO2 eingespart werden. Auch hier zeigt der nachhaltige Ansatz der SWSG Wirkung: Bereits 2025 wird die SWSG dieses Ziel erreicht haben.

Energieoptimierung der SWSG-Geschäftsräume

Ihr Verwaltungsgebäude hat die SWSG 2013/2014 nach dem ECOfit-Programm zertifizieren lassen, einem Förderprogramm des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Dabei wurden neben den Basisdaten des Unternehmens vor allem auch Daten zu Energie, Wasser, Abfall, Roh- und Hilfsstoffen, Hauptstromverbrauchern, Gefahrstoffen und Kältemitteln erhoben. Daran ergaben sich sich Handlungsfelder, die mit der Umsetzung des Programms geprüft und verbessert wurden. Folgende Themen wurden dabei aufgegriffen:

  • Energienutzung von Strom und Wärme
  • Einsatz erneuerbarer Energien
  • Frischwasserverbrauch
  • Umgang mit Abwasser
  • Maßnahmen zur Abfallvermeidung und -trennung
  • Emissionen ( Abluft, Geruch, Lärm)
  • Mobilität (Mitarbeiter und Gäste)
  • Umgang mit Gefahrenstoffen
  • Umweltfreundlicher Einkauf
  • Mitarbeitermotivation fördern

Zu all diesen Themen wurden Verbesserungsvorschläge - auch aus der Belegschaft - ausgearbeitet und umgesetzt, um Energieeinsparpotenziale zu erzielen. Das Zertifikat steht für innovatives Denken und Handeln in der Verwaltung der SWSG.

Ein Großteil der vorgeschlagenen Maßnahmen konnte bereits umgesetzt werden, so dass jährlich rund 223 MWh weniger Energie verbraucht werden.

Einen weiteren Beitrag wird auch die für 2019 geplante Photovoltaikanlage auf dem Dach der Firmenzentrale leisten.

Nachhaltige Mitarbeitermobilität

Das Thema Luftreinhaltung bewegt die Stuttgarter. Als städtisches Wohnungsunternehmen und in der Verantwortung für Stuttgarts Bürger unterstützt die SWSG das Ziel, die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern: weniger Lärm, weniger Staus, weniger Stress und vor allem weniger Schadstoffe.  Indem die SWSG ihren Mitarbeitern Alternativen in puncto Mobilität anbietet, setzt sie einen Impuls für das Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein der Mitarbeiter. Bereits 2015 hat die SWSG damit begonnen die Objektbetreuer mit E-Bikes auszustatten. Die E-Bikes kamen so gut an, dass sie mittlerweile fester Bestandteil des SWSG-Fuhrparks sind.

An diese besonderen Rahmenbedingungen in Stuttgart hat die SWSG aber auch ihre Fahrzeugflotte angepass und komplett auf Elektrofahrzeuge umgestellt. Emissionsarme Mobilität betrifft aber nicht nur Dienstfahrten, sondern auch den Weg ins Büro und wieder nach Hause. Hier bietet die SWSG vergünstigte Firmentickets für den öffentlichen Nahverkehr an. Darüber hinaus gibt es Neuerungen wie Umkleide- und Duschmöglichkeiten, die den Anreiz für Mitarbeiter erhöhen sollen, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu gelangen. Hierzu bietet die SWSG noch weitere Extras:

  • Sicherer Abstellplatz für Fahrräder
  • SWSG-Servicestation für kleinere Reparaturen
  • Gutschein für eine Werkstattrechnung
  • Abschließbare Spinde für die Wechselkleidung

Diese Bestrebungen würdigte der ADFC und zeichnete die SWSG bereits 2016 als erstes städtisches Unternehmen der Landeshauptstadt und als zweites in ganz Stuttgart als "Fahrradfreundlicher Arbeitgeber" aus.

Forschung und Beteiligung

Die SWSG arbeitet regelmäßig und mit strategischem Weitblick an Forschungsprojekten mit beziehungsweise unterstützt solche maßgeblich.

Aktuell beteiligt sich die SWSG an dem Forschungsprojekt i-City der Hochschule für Technik (HFT) Stuttgart. Dessen Ziel ist es, eine nachhaltige Stadtentwicklung mit innovativen Energiesystemen und Informations- und Kommunikationslösungen zu konzipieren, aus denen nachhaltige Quartiers- und Gebäudekonzepte abgeleitet werden können. Gemeinsam mit der HFT Stuttgart untersucht die SWSG den Einsatz von Nahwärme bei Neubauprojekten. Derzeit wird das Teilprojekt 1.1 mit folgenden Zielen bearbeitet:

  • Nachhaltige Entwicklung einer Zwischen- bzw. Nachkriegssiedlung, Verknüpfung von Stadtumbau-Strategien (Erhaltung, Abriss, Nachverdichtung) mit Klimakonzeption und Sozialplanung.
  • Schaffung von preisgünstigem Wohnraum mit hoher energetischer Effizienz und alternativen Konzepten einer netzgebundenen Wärmeversorgung.

Die verschiedenen Konzeptionen werden aktuell auf Plausibilität geprüft. Erste konkrete Ergebnisse werden im ersten Quartal 2019 vorliegen.

Ebenfalls beteiligt sich die SWSG an dem Klimaanpassungskonzept Stuttgart (KLIMAKS) der Landeshauptstadt. Es basiert auf der „Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel“ und konkretisiert dieses für die Landeshauptstadt Stuttgart.