Wirtschaftlich starke SWSG

Grundlage für die langfristig ausgerichtete Unternehmensstrategie der SWSG ist solides Wirtschaften. Mit mehr als 18.500 vermieteten Wohnungen hält die SWSG einen Anteil von 6 Prozent der Stuttgarter Haushalte und ist durch ihr großes Angebot an öffentlich geförderten Wohnungen einer der wichtigsten Anbieter für bezahlbares Wohnen in Stuttgart.

Ökonomischer Weitblick:

Voraussetzung, um die sozialen und ökologischen Zielsetzungen konsequent zu verfolgen, ist wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Regelmäßige Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geben einen Überblick über die ökonomische Situation der SWSG und sind ein wichtiger Baustein einer transparenten Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die aktuellen Zahlen: Die SWSG ist ein wirtschaftlich sehr leistungsfähiges Unternehmen. Mit ökonomischem Weitblick investierte die SWSG in den vergangenen fünf Jahren zirka 450 Millionen Euro in den Wohnungsbestand, das Anlagevermögen ist seit 2012 auf eine Mrd. Euro angewachsen. Zur Finanzierung des Anlagevermögens und der Investitionstätigkeit setzt die SWSG langfristiges Fremdkapital und Eigenmittel ein. Die Stadt Stuttgart verzichtet als Gesellschafterin auf Ausschüttungen, so dass Jahresüberschüsse thesauriert werden können und die Eigenkapitalbasis stärken. Die wirtschaftliche Stärke der SWSG ist Grundvoraussetzung, um ihrem sozialen Auftrag gerecht zu werden. Detaillierte Kennzahlen können Sie dem Geschäftsbericht 2017 entnehmen.

Ökonomische Kennzahlen - SWSG auf einen Blick
Interne Steuerungs- und Überwachungssysteme

Die Geschäftsfelder der SWSG sind einer Vielzahl von unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen, bewerten und konsequent handhaben zu können, wurden bei der SWSG übergeordnete Steuerungs- und Überwachungssysteme etabliert. Als Rahmenwerk hierfür orientiert sich die SWSG an dem (inter)national allgemein anerkannten "Three-Lines-of-Defense-Modell". Dieses Modell erlaubt ein systematisches Herangehen an alle Risiken im Unternehmen. Drei voneinander unabhängige Ebenen unterhalb der Unternehmensführung - das operative Management, das Risikomanagement sowie die Interne Revision - arbeiten intensiv zusammen. Diese drei sogenannten Verteidigungslinien definieren sich wie folgt:

Das operative Management:

Die "erste Verteidigungslinie" bilden die operativen Einheiten der SWSG, das heißt die Risikoeigentümer. Sie verantworten jeweils für ihren Bereich die gesunde Balance zwischen Risiken und Chancen. Die Geschäftsführung hat dazu Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen entlang der Wertschöpfungskette, also direkt in den operativen Prozessen, implementiert. Diese werden laufend auf ihre Angemessenheit, Vollständigkeit und Wirksamkeit hin überprüft und gegebenenfalls angepasst. Damit ist die Grundlage geschaffen, potenzielle Risiken präventiv zu verhindern oder möglichst früh im Prozess aufzudecken und zu korrigieren.

Das Risikomanagement:

Die "zweite Verteidigungslinie" dient im Wesentlichen der Unterstützung der ersten, indem Risiken systematisch und anschaulich dargestellt werden. Die Risiken, denen die SWSG ausgesetzt sein kann, sowie das damit verbundene Gefährdungspotential werden in einer ausführlichen Risikolandkarte beschrieben. Auf diese Weise werden Risiken aktiv gesteuert und überwacht. Außerdem erfolgt in diesem Bereich das Reporting der Risiken innerhalb des gesamten Unternehmens.

Die Interne Revision:

Die "dritte Verteidigungslinie" stellt als objektive und unabhängige Prüfungs- und Beratungsinstanz die Interne Revision dar. Ihre Kernaufgabe ist es, die "erste und zweite Verteidigungslinie" regelmäßig zu prüfen und Sicherheit über die Effektivität der eingerichteten Maßnahmen zu geben. Eine weitere Aufgabe ist die Berichterstattung an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat über operationelle Potenziale und Risiken. Somit unterstützt sie die Geschäftsführung, die Führungskräfte und das interne Steuerungssystem bei ihren Aufgaben und gibt Sicherheit über die Angemessenheit und Wirksamkeit der "ersten und zweiten Verteidigungslinie".

Ziel der betriebswirtschaftlich ausgerichteten Systeme ist es, der Geschäftsführung der SWSG durch die Herstellung einer Risikotransparenz das bewusste Eingehen von Risiken zu ermöglichen, rechtzeitig Veränderungen von Risiken und Chancen zu erkennen und damit Handlungsoptionen zur Risikosteuerung zu eröffnen. Die SWSG fördert mit einer modernen und werteorientierten Unternehmensführung den bewussten Umgang mit strategischen und operativen Risiken. Ihr Anspruch ist es, einen offenen, ebenenübergreifenden Dialog über Chancen und Risiken des täglichen Geschäftes zu führen. Dies gelingt ihr durch die gezielte Schaffung und nachhaltige Förderung eines einheitlichen Risikoverständnisses sowie einer hohen Risikotransparenz. Zudem stellt die SWSG durch ihre unternehmensinterne Kommunikation sicher, dass über alle wesentlichen Risiken ein Austausch stattfindet. Das Risikobewusstsein aller mit Risiken befassten Mitarbeiter und Führungskräfte wird systematisch - im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Terminen - geschult.

Zur stetigen Qualitätssicherung und -verbesserung der Arbeiten der Internen Revision wurde im Jahr 2016 ein Quality Assessment durchgeführt. Hierbei konnte die Interne Revision mit einer Zielerreichung von 93,8 Prozent überzeugen. Gemäß der Definition des Deutschen Instituts der Internen Revision sind ab einer Zielerreichung von 90 Prozent der Kriterien die Anforderungen „voll erfüllt“.

Prozessoptimierung

Um solide zu wirtschaften, bedarf es interner Strukturen, reibungsloser Abläufe und des kritischen Blicks dafür, wann Prozesse effektiver und effizienter gestaltet werden müssen. Viele Abläufe sind im Laufe der Jahre gewachsen, haben sich etabliert und unterstreichen die auf Kontinuität ausgelegten Unternehmensstrukturen. Gleichzeitig muss die SWSG offen für neue Wege sein, um die Anforderungen des zeitgemäßen Wohnens und neuer gesellschaftlicher Trend zu erfüllen.

Täglich aufs Neue stellt die SWSG deshalb ihr Handeln auf den Prüfstand, was an den verschiedenen Optimierungsprojekten zu erkennen ist. Anspruch der SWSG ist, Prozesse regelmäßig zu analysieren, mögliche Effizienzpotenziale aufzudecken und daraus Maßnahmen für eine nachhaltige Verbesserung von betrieblichen Abläufen abzuleiten. Hinter all dem steht das Ziel, dem Unternehmensauftrag mit innovativen Lösungen in Zukunft noch besser nachzukommen zu können.

Die Herausforderung bei der Optimierung von Prozessen ist, nicht nur den Prozess innerhalb einer Organisationseinheit in den Fokus zu stellen, sondern sich gleichzeitig auch um die Verbesserung der davon beeinflussten Vorgänge in anderen Organisationseinheiten zu kümmern. Dabei müssen personelle, zeitliche und finanzielle Ressourcen ebenso im Blick behalten werden, wie parallel verlaufende Prozessoptimierungen, die eventuell Einfluss aufeinander haben können. Darüber hinaus sollen alle Optimierungsvorgänge in Summe dazu dienen, dass die SWSG ihre Unternehmensziele erfolgreich umsetzen kann. Grundlage für die strukturierte Weiterentwicklung der SWSG ist ein systematisches Prozessmanagement, das die geschäftsprozessorientierte Ausrichtung der gesamten Abläufe des Unternehmens garantiert. Die Prozesslandschaft respektive sämtliche Prozesse im Unternehmen müssen dem Bereich Organisationsentwicklung bekannt sein, damit dieser ineinandergreifende Prozesse erkennen uns steuern kann.

Um die Anforderungen an ein ganzheitliches Prozessmanagement zu erfüllen, ist es demnach notwendig, die Ressourcen und ihr Zusammenwirken in unterschiedlichen Zusammenhängen zu betrachten. Daher bewertet die SWSG den Optimierungsprozess für gewöhnlich aus folgenden Sichten:

  • Prozess-Sicht (Geschäftsprozessmodell): zeigt die Aktivitäten gemäß ihrer zeitlichen und kausalen Abfolge und stellt damit die Ablauforganisation dar
  • Organisationssicht (Aufbauorganisation): regelt die Aufteilung der Aufgaben eines Unternehmens
  • IT-Sicht (IT-Systemmodell): zeigt unterstützende IT-Komponenten auf

Diese drei Perspektiven werden in einer Business-Process-Management-Software transparent dargestellt, so dass der Prozess auf Basis von messbaren Größen gesteuert werden kann. Auf diese Weise stellt die SWSG die Qualität der Prozesse und deren Standardisierung sicher.