SWSG macht gutes Bauen serienreif

Wohnungsunternehmen errichtet 32 Mietwohnungen in Hausen / Prototyp für serielles Bauen

Bezirksvorsteherin Ulrike Zich und SWSG-Geschäftsführer Helmuth Caesar auf der Baustelle am Hausenring.

Mustergültige Innenentwicklung und spannendes Pilotprojekt – das Neubauvorhaben der SWSG im Hausenring erfüllt etliche positive Aspekte. Der wichtigste aber ist: Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) errichtet 32 neue Wohnungen, die in Stuttgart dringend gebraucht werden.

Die SWSG errichtet im Hausenring 32 Neubauwohnungen auf einem Wiesengrundstück. Damit bietet das Wohnungsunternehmen ein gutes Beispiel für die Möglichkeiten der Innenentwicklung in Stuttgart. Die Hälfte der Wohnungen werden gefördert sein, zehn als Sozialwohnung, sechs über das kommunale Programm „Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher". Mit ihren Ein- bis Vier-Zimmer-Grundrissen zwischen 37 und 94 Quadratmetern richtet sich das Projekt an Interessenten aus breiten Schichten der Bevölkerung – vom Single über Paare bis hin zu Familien.

Zu der Quartiersentwicklung im Weilimdorfer Stadtbezirk gehört auch die Gestaltung eines kleinen Quartiersplatzes am südwestlichen Ende des Baugrundstücks. Neben der Wohnbauförderung und dem Wohnungsmix ein wichtiger Aspekt für ein attraktives Wohnumfeld. „Hier fühlen sich ganz unterschiedliche Menschen wohl", sagte Helmuth Caesar, technischer Geschäftsführer der SWSG, bei einer Pressekonferenz über das Projekt: „Mit dieser Gestaltung und Durchmischung schaffen wir die Grundlage für eine gute und stabile Nachbarschaft." Diese findet sich nach der Fertigstellung im Sommer 2019 zusammen.

Lob für SWSG-Engagement

Die Weilimdorfer Bezirksvorsteherin Ulrike Zich lobte die Bemühungen der SWSG im Stuttgarter Nordwesten. „Das Projekt passt sehr gut zur Entwicklung Hausens, für das ja der Stadtbezirk einen Anschluss an die Stadtbahn favorisiert", sagte Zich. Sie erinnerte gleichzeitig an das noch fehlende Wohnungsangebot speziell für Senioren im Stadtteil. Helmuth Caesar versprach, seniorengerechte Wohnungen bei einem weiteren Projekt am Hausenring zu prüfen, das schräg gegenüber entstehen soll und sich in der Projektierungsphase befindet.

Momentan wird auf dem Grundstück die Baugrube für die Keller und die Tiefgarage mit 38 Plätzen ausgehoben. Danach geht es in Fertigbauweise weiter. Die SWSG erprobt im Hausenring ihr Konzept des seriellen Bauens. Sobald die Fertigbauteile stehen, hat das Projekt den Rohbaustand erreicht. Danach geht es teilvorgefertigt mit dem Innenausbau weiter. Die SWSG hat hierzu ein flexibles Raster entwickelt, das auch für Folgebauten verwendet werden kann und die Besonderheiten der jeweiligen Grundstücke – zum Beispiel Topografie und Baurecht – aufgreifen kann.

Serielles Bauen ist attraktiv

Helmuth Caesar tritt hierbei übrigens einem Vorurteil entgegen: „Serielles Bauen und attraktive, abwechslungsreiche Architektur gehören für die SWSG zusammen." Das Konzept der SWSG beinhaltet unterschiedliche Fassaden und variable Baulösungen. Gleichzeitig rechnet das Wohnungsunternehmen damit, in der Zukunft die Zeit- und Kosteneinsparpotenziale des seriellen Bauens bei ausgewählten Projekten heben zu können. Helmuth Caesar: „Wenn alles gutgeht, können wir bei einzelnen Projekten bis zu sechs Monate sparen – und das bei ebenso hoher baulicher wie architektonischer Qualität und Abwechslung wie bei konventionell errichteten Bauten."

 

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