Die Schaffung der gebäudebezogenen Voraussetzungen für Klimaneutralität bis zum Jahr 2035.
Gas raus, Wärmepumpe rein – geht das?
In der Reportage „Bei uns ist Zuhause“ des GdW Bundesverband Wohnungswirtschaft erklärt Dr. Mathieu Riegger, Bereichsleitung Energie & Nachhaltigkeit bei der SWSG, welche Ansätze und Rahmenbedingungen für die Wärmewende in Stuttgart eine Rolle spielen.
Grundlage der SWSG-Klimastrategie ist die jährliche Treibhausgasbilanzierung unseres Gesamtbestandes. Im Fokus stehen hierbei die CO2äq-Emissionen, die aus der Versorgung der Wohn- und Gewerbeflächen mit Raumwärme und Warmwasser resultieren. Die Berechnung dieser Emissionen erfolgt je Objekt durch Multiplikation der gelieferten Endenergiemenge mit dem CO2,äq-Emissionsfaktor der betreffenden Energieart:
Endenergieverbrauch [kWh] X CO2,äq-Emissionsfaktor [g CO2,äq/kWh] = Emissionsmenge [t CO2,äq]
Auf dem Weg zur angestrebten Klimaneutralität gilt es also für jedes Gebäude zu bestimmen, ob und wie stark der Energieverbrauch reduziert werden muss, sodass dieser effizient durch treibhausgasarme Wärmeversorgungsanlagen bereitgestellt werden kann.
Entwicklung des Gebäudeportfolios nach Treibhausgasausstoßkategorien von 2010 bis 2022
Auf dem Weg zum Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestandes bis 2035 schaffen wir die gebäudebzogenen Voraussetzungen. Durch Hüllenmodernisierungen, gebäudebezogene Umstellungen auf erneuerbare Wärmeversorgung sowie die Anschlüsse an die erneuerbare oder treibhausgasarme Wärmeinfrastruktur eines Wärmeversorgers erhöhen wir schrittweise die energetische Sanierungsrate auf 3-4 %. Dabei verfolgt die SWSG das Ziel, ihren sozialen Auftrag, ökologische Anforderungen und Wirtschaftlichkeit zusammenzuführen. Diesen Ansatz, den wir bereits seit Jahren umsetzen, findet zunehmend Anerkennung und wird nun auch aktiv von Wissenschaft, Architektinnen und Architekten sowie weiteren Fachleuten verstärkt in die politische Diskussion eingebracht.
| Reduzierung der klimabereinigten flächenspezifischen Treibhausgasemissionen für Heizung, Warmwasser und Allgemeinstrom im SWSG-Bestand gegenüber 2010 |
2020 | 2022 | 2024 |
Zielwert |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtreduktion | -19,5 % | -25,9 % | -35,0 % | -35,0 bis -40,0 % | |
| davon durch energieeffizienten Neubau, energetische Modernisierung, Transformation der Wärmeversorgung und Betriebsoptimierung |
-16,5 % | -22,2 % | -30,7 % | -29,0 % | |
| davon durch Umstellung des Allgemeinstroms auf Strom aus erneuerbaren Energien |
-2,0 % | -2,0 % | -2,0 % | -2,0 % | |
| davon durch Treibhausgasgutschrift für PV-Stromerzeugung |
-0,2 % | -0,6 % | -1,1 % | - 5,0 % | |
| davon durch Treibhausgasgutschrift für BHKW-Stromerzeugung |
-0,8 % | -1,1 % | -1,2 % | ||
Forschung und Beteiligung im SWSG-Bestand