Kurz & bündig: Die Keltersiedlung

  • SWSG plant den Neubau von 180  Wohnungen: 1. Bauabschnitt (BA) 63 Wohnungen; 2. Bauabschnitt (BA) 117 Wohnungen inkl. einer Pflege-WG
  • Zum Vergleich: Zuvor waren es 105 Wohnungen
  • Für alle Bewohner*innen wurde eine Lösung gefunden
  • Außerdem 90 TG-Stellplätze sowie 18 E-Stellplätze
  • Entstehung eines lebendigen, sozial durchmischten Wohnquartiers
  • Preiswertes, energetisches Wohnen im Fokus (Photovoltaikanlage geplant)
  • Zuvor essentiell: Altlastensanierung
  • Dauer Altlastensanierung: ca. zwölf bis 18 Monate
  • Geplanter Baubeginn:  1. BA 2019; 2. BA März 2022
  • Voraussichtliche Fertigstellung: 1. BA Ende 2021/Anfang 2022; 2. BA Februar 2024

Die Baumaßnahmen der Keltersiedlung im Überblick:

Q4 2021

Voraussichtliche Fertigstellung der ersten 63 Wohnungen

Die Wohnungen sind fertig, die ersten Mieter*innen können ihr neues Zuhause beziehen.

#SWSG #Heimatgeber #InStuttgartZuhause

September 2020

Altlastensanierung

Ca. zwölf bis 18 Monate wird die Altlastensanierung dauern. In unserem Video erklären wir Ihnen, warum die Altlastensanierung so dringend nötig ist und wie sie abläuft.

Außerdem finden Sie in unserem FAQ-Bereich alle Antworten auf die wichtigsten und häufigsten Fragen.

Q1 2019

Beginn der Abrissarbeiten & Baubeginn für die ersten 63 Wohnungen

Die Bagger rollen an, der Bauzaun ist aufgestellt - Der Startschuss für den Neubau der Keltersiedlung ist gefallen. Zuvor  müssen hierfür die alten Bestandsgebäude abgerissen werden. Kurz darauf enstehen bereits die ersten,neuen Wohnungen in der Keltersiedlung.

2017

Einleitung des Bebauungsplanverfahrens

Der neue Bebauungsplan geht auf das Ergebnis eines Architekturwettbewerbs zurück, welchen die EMT Architektenpartnerschaft mbB aus Stuttgart für sich entschied und damit den städtebaulichen Entwurf stellt.

2016

Erste Mieter*innengespräche & Infoveranstaltungen

Die SWSG lädt die ortsansässigen Mieter*innen zu einem Dialogabend ein und stellt erste Pläne des Bauvorhabens vor.


FAQ´s: Die wichtigsten Fragen & Antworten zur Keltersiedlung

Warum wird die Altlastensanierung durchgeführt?

Auf dem Gelände der Keltersiedlung stand seit dem 19. Jahrhundert eine Teerfabrik. Diese brannte 1912 ab. Dabei kam es zu einer Freisetzung von Benzin und Teer, wodurch der Boden verunreinigt wurde. 1937 wurde das Areal mit Wohnungen bebaut. Im Zuge des geplanten Neubaus der Keltersiedlung wurde durch das Amt für Umweltschutz ein Sanierungsplan erstellt, wodurch nun die Altlasten fachgerecht und sicher entsorgt werden sollen.

Um welche Schadstoffe handelt es sich bei der Altlastensanierung?

Proben zeigen, dass eine Untergrundverunreinigung im Boden und Grundwasser vor allem durch die folgenden Stoffe vorliegt:

- Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK),

- Monozyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (BTEX),

- Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW),

- Arsen,

- Phenole.

Auf welcher Fläche wird die Altlastensanierung durchgeführt?

Die Altlastensanierung wird im zweiten Bauabschnitt der Keltersiedlung durchgeführt, das heißt, auf dem Gebiet zwischen Schöntaler Straße, Künzelsauer Straße und Stuppacher Straße. Die zu sanierende Fläche umfasst ca. 8.800m², wobei geschätzt 36.300m³ Bodenmaterial entsorgt werden.

Wer führt die Altlastensanierung durch?

Die Landeshauptstadt Stuttgart, vertreten durch das Amt für Umweltschutz und das Tiefbauamt, beauftragt die SWSG mit der Sanierungsdurchführung auf Grundlage eines Sanierungskonzepts der Firma Arcadis Germany GmbH. Die SWSG beauftragt zur Durchführung der Sanierung das Unternehmen Zech Umwelt GmbH.

Wie wird die Altlastensanierung ablaufen?

Im ersten Schritt wurden die Gebäude der alten Keltersiedlung zurückgebaut. Ab September 2020 werden vorbereitende Maßnahmen für die Altlastensanierung getroffen, dafür werden voraussichtlich im November 2020 sogenannte Zelteinhausungen errichtet. Diese Zelte sind mit speziellen Einrichtungen ausgestattet, um die Anwohner zu schützen und die Belastung durch Lärm und Gerüche so gering wie möglich zu halten. Ab Februar 2021 beginnt der Erdaushub bis auf vier Meter Tiefe. In einer zweiten Phase wird an einigen Stellen der Aushub bis ca. acht Meter Tiefe vorgenommen. Im September 2021 wird das Areal wieder aufgefüllt, die Zelteinhausungen werden zurückgebaut, sodass voraussichtlich im Januar 2022 wie geplant der Baubeginn für die Neubauten starten kann.

Wie sieht das Logistikkonzept für die Altlastensanierung aus?

Die Künzelsauer Straße wird für die Dauer der Altlastensanierung zu einer reinen Baustraße umfunktioniert. Zwischen der Schöntaler Straße / Ecke Ingelfinger Straße und der Künzelsauer Straße bis zu den Wohngebäuden 21 – 25 wird eine mobile Sperrung eingerichtet, die eine Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge erlaubt. Die LKW fahren das Baufeld über die Ingelfinger Straße, Schöntaler Straße und Künzelsauer Straße an. Die Wohngebäude der Künzelsauer Straße 21 - 25 können Fahrzeuge mit maximal 7,5 t über eine Zufahrt (max. Durchfahrtsbreite > 3m) über die Langenburger Straße erreichen.

Wie lange dauert die Altlastensanierung?

Die Arbeiten werden im September 2020 starten und voraussichtlich im Dezember 2021 abgeschlossen sein.

Kommt es durch die Altlastensanierung zu Verzögerungen im Bau der neuen Wohnungen?

Nein, der Baubeginn des zweiten Bauabschnitts wird wie geplant im ersten Quartal 2022 starten.

Wird die gesamte Altlastensanierung innerhalb der Einhausung stattfinden?

Während der Abbrucharbeiten der bestehenden Untergeschosse sowie dem Bohren für den Verbau werden keine Einhausungen aufgebaut. Das in diesem Schritt abzutransportierende Erdmaterial ist weniger kontaminiert, sodass von einer Einhausung abgesehen werden kann.

Mit welchen Beeinträchtigungen ist während der Altlastensanierung zu rechnen?

Um die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, werden zahlreiche Vorkehrungen getroffen (siehe dazu Welche Maßnahmen zum Schutz der Anwohner trifft die SWSG?). Dennoch kann es im Rahmen der Sanierungsarbeiten zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch LKW kommen. Zudem ist mit einer Geruchsbelästigung durch die Arbeiten zu rechnen.

Welche Maßnahmen zum Schutz der Anwohner trifft die SWSG?

Über der Baugrube werden Zelteinhausungen errichtet. Dadurch werden die Anwohner vor austretenden Gasen, Lärm und Erschütterungen geschützt. Zudem wird durch spezielle Vorrichtungen die Abluft gereinigt. Der Abtransport des Materials findet in emissionsgeschützten LKW statt.

Darüber hinaus werden entsprechende Messstellen eingerichtet. Durch regelmäßige Luftmessungen im Inneren der Zelte und außerhalb werden die Luftwerte permanent kontrolliert.  Für alle Anwohner steht ein unabhängiger Immissionsschutzbeauftragter zur Verfügung: Er wird die gesamte Maßnahme begleiten und beantwortet Fragen rund um die Sicherheit der Anwohner.

Wo finde ich Ansprechpartner und weitere Informationen?

Den Immissionsschutzbeauftragten Dr.-Ing. Frank Dröscher erreichen Sie unter Tel.: 07071 889-28-0 oder per E-Mail: Keltersiedlung@Dr-Droescher.de.

Für weitere Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Bauleitung im Büro ORplan, Keltersiedlung@orplan.de, oder

die Projektleitung der SWSG, Herrn Matthias Weber (Tel.: 0711 9320-259 | E-Mail: Matthias.Weber@swsg.de) oder Frau Tamara Bauer (Tel.: 0711 9320-313 | E-Mail: Tamara.Bauer@swsg.de).

Informationen zum Ablauf der Altlastensanierung finden Sie auch in unserem Erklärvideo oder unser Infobroschüre.